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Sonic Immersion (NL)
"Astronomical Unit", Erik Seifert’s fourth album (but his first
on Spheric Music), was officially released February 8th 2008, and actually
is a live album.
The music of the concept album, dealing with the astronomical unit that
refers to the distance between the sun and the earth, contains some great
new music (which synced to the projected pictures at the show) Erik played
at his concert at the Planetarium Bochum in November 2006.
The 55 minutes of accessible, spherical music was composed with Ableton
live, and continues in the tradition of melodic, Berliner inspired music,
and has a strong cinematic impact.
Lush waves of space textures, flowing sequencers (showing up from the third
track on), choirs, fx’s and some spoken words create a cosmic atmosphere
taking the listener into the wonders and realms of what is "out
there".
It’s a great melodic ride into the far reaches of the cosmos,
stylistically in line of Jean Michel Jarre and the modern Tangerine, but
most of all typical and well produced Erik Seifert music.
These 55 minutes of inspired, relaxing music are a great treat for the ears.
Very nicely rendered and executed, Erik!
(c) Bert Strolenberg, www.sonicimmersion.org
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Musikzirkus Magazin (D)
Anfang Februar erschien mit „Astronomical Unit“ das mittlerweile
vierte Album des Kölner Elektronikmusikers Erik Seifert. Schon die
bisherigen Studioalben von Erik bestachen durch glasklare Klänge
und tolle Sounds, was kein Wunder ist, denn er ist Tonmeister beim
Fernsehen. Die ersten Alben waren noch CD-R’s, bei Spheric Music
erscheint nun die erste gepresste CD von Erik.
„Astronomical Unit“ ist ein Livemitschnitt, der im November 2006
bei einem Konzert im Bochumer Planetarium entstanden ist. Das Thema
der Musik ist dementsprechend auch mit dem Weltall verbunden.
„Astronomical Unit“ bezeichnet astronomische Einheiten, wie
beispielsweise die Entfernung zwischen Sonne und Erde. Das klingt
zunächst recht theoretisch oder technisch. Erik hat seine Musik
deshalb auch technischer und Sequenzer orientierter als auf den Vorgängeralben
angelegt, was gut zum Thema passt. Das liegt auch daran, dass Erik während
des Konzertes auf die Bilder, die in der Planetariumskuppel gezeigt
wurden reagierte. Anders als bei den meisten Planetariumskonzerten
bestand das Programm - dem Thema entsprechend - aus vielen
Sternbildern, die mit einem Netz von Koordinaten überzogen waren.
Das kann man auch auf dem Booklet der CD erkennen.
Waren die ersten beiden Alben von Erik sehr melodiös und sein
letztes Album „AOTEAROA“ mehr vom Rhythmus geprägt, so wandelt
Erik bei dieser Veröffentlichung durch Einsatz von Sequenzer und Flächen
auf den Spuren von Tangerine Dream, Keller & Schönwälder, Jean
Michel Jarre oder Wolfram Spyra. Dabei bewegt sich Erik aber wieder
- wie schon bei den Vorgängern - auf einem sehr hohen Niveau, was
Klang und Musik anbelangt.
Unterteilt sind die neun Stücke in „Astronomical Prologue“, mit
dem er fast Vangelis-like (schlagende Sounds - Blade Runner lässt
grüßen) beginnt, gefolgt von „Astronimical – Distance 1“ bis
„Distance 7“ und einem „Epilogue“. Die Stücke gehen auch
nahtlos ineinander über, so dass man nicht von einzelnen Stücken,
sondern mehr von einem Gesamtwerk sprechen muss. Aus diesem Grund
sollte man auch die CD in einem Stück hören, da sie so ihre ganze
Vielfalt und Kraft entfaltet.
Der sphärische Part des „Prologues“ wird in den folgenden
„Distance Part 1 bis 7“ in den Hauptteil übergeleitet, der mit
herrlichen Sequenzen, Rhythmen und Harmonielinien besetzt ist. Man
wird förmlich in die astrologische Welt hineingezogen und kann sich
auch gut die entsprechenden Animationen im Planetarium vorstellen.
Da zirpt und zischt es dann auch mal, so wie man es von dem
Franzosen Jarre her kennt. Erik versucht aber nicht die Stile der
anderen Musikerkollegen zu kopieren, vielmehr nutzt er sie als
Geschmacksverstärker für seinen eigenen Cocktail.
Zum Ende von „Distance 7“ und im abschließenden „Epilogue“
kommen Stimmen, wie von einem Gespräch zwischen Astronauten und
Sounds wie bei einer Landung zum Einsatz, mit denen Erik den Hörer
langsam wieder auf den Boden der Realität zurückholt.
Technische Sounds und Effekte, eine elektronisch veränderte Stimme,
die einige Informationen in englischer Sprache über astronomische
Einheiten verrät, ergänzen die sphärischen Klänge und Atmosphären,
und erzeugen eine Gänsehaut beim Hören. Ich habe das Gefühl, dass
Erik hier sehr minutiös und geplant vorgegangen ist, denn die
Atmosphäre, die aufgebaut wird, ist unglaublich intensiv und hält
von Beginn an gefangen. Daher kann ich nur sagen: „CD einlegen und
eintauchen in den Musikkosmos von Erik Seifert“.
Das Jahr ist noch jung und doch scheint mir, dass Erik mit
„Astronimical Unit“ bereits eines der Highlights des Jahre 2008
herausgebracht hat. Wer sphärische Elektronikmusik mag, der sollte
hier zugreifen. „Astronimical Unit“ gehört neben Spyra’s
„High Phidality“, die ich mir auch gerade zugelegt habe, zu den
Alben, die in der nächsten Zeit den Inhalt meines CD-Players
bestimmen werden. Ein tolles Album – absolute Kaufempfehlung!
Stephan Schelle, Februar 2008
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