Art Of Infinity -
Endless Future
(2008, Prudence/SynGate DICD 2008)
1.
The Fourth Dimension
2. Endless Future
3. The Flow Of Time
4. Utopia
5. Tube Into Eternity
6. Warm Waterfalls
7. Age Of Changes
8. The Wide End
2:13
5:44
4:45
18:47
4:00
9:03
6:27
11:36
Endless Future - Beauty of sound and deep thinking
Four years after the release of their international breakthrough album
„Dimension Universe“ the unique Frankfurt/Cologne music project Art Of
Infinity push their agnificent Space Pop on to a new artistic level.
The two masterminds of Art Of Infinity, Thorsten Sudler-Mainz and Thorsten
Rentsch, have given their complex and highly atmospheric compositions a
stronger focus on classical song structures (“The Flow Of Time”,
“Endless Future”). By inviting an illustrious cast of guest artists
and a 60-head all-male choir they have added some remarkable new facets to
the astonishing wealth of their music.
Thus the fans of Art Of Infinity are once again treated with the sensual
Worldmusic chants by Eva Wolf, but for the first time also with the voice
of Mexican composer Alquimia, who gives the title track “Endless
Future” a refreshing exotic touch.
Lyrically the album once again deals with ancient topics and archaic
dreams of mankind, cosmic journeys into the future and to magical mystic
places. So the combination of electronics, progressive elements, Classical
Music and Rock, which is Art Of Infinity’s unmistakable trademark, once
again integrates beauty of sound and deep thinking to a fascinating and
deeply rewarding experience. (BSC Music / Prudence)
Listen to the exclusive "ENDLESS
FUTURE-Medley" at ART OF INFINITY's MySpace site:
SynGate (D)
Mit 'endless future' legt die deutsche Formation Art of Infinity ihr
drittes Album vor. Und gleich vorweg: ihnen ist hiermit ein exzellentes
Werk gelungen, das mich mit seinen interessanten Arrangements sehr gut zu
unterhalten weiß, auch wenn gelegentlich kleine Längen auftauchen. Es
wird recht viel Abwechslung geboten, der Stilmix beinhaltet Elemente wie
Electronics, Art Pop, World Music, Prog, Ambient, Neo-Klassik. Das Label
(Prudence) ordnet dies unter 'Ambient Progressive' ein.
Art of Infinity besteht zunächst einmal aus dem Duo Thorsten Sudler-Mainz
und Thorsten Rentsch. Diese Namen tauchen in diesem Heft an anderer Stelle
noch mal auf, wo dann auch deutlich wird, was ihr zentrales Betätigungsfeld
ist, nämlich die elektronische Musik. Und so ist es auch nicht weiter
erstaunlich, dass gerade die weiten Keyboardflächen einen sehr
beeindruckenden Klangkosmos bilden, zu denen sich dann zum Teil recht edle
Pop-Arrangements gesellen, aber ebenso auch durchaus überzeugende
Progressiv-Rock Elemente. Hierbei werden sie von zahlreichen Gastmusikern
unterstützt. So z.B. von ehemaligen Bap-Musikern wie Major Heuser. Das
schreckt mich erst einmal gewaltig ab, umso überraschter war ich, als ich
feststellen durfte, dass Heuser in zwei Titeln superbe Floyd-artige
Gitarrenparts einbringt. So erinnert mich 'warm waterfalls' stellenweise
sehr an 'obscured by clouds'. Ebenso Herr Höllering am Saxophon, der auch
mal leichtes 'dark side of the moon' Feeling versprüht. Dass die Tasten
in dieser Hinsicht dem nicht nachstehen, ist klar, also auch diesbezüglich
gelegentliche Floyd-Reminiszenzen. Allerdings wäre es falsch, im
Zusammenhang mit diesem Album nur von Floyd zu sprechen. Dies sind nur
Ansatzpunkte, in vielen Titeln klingt es wieder komplett anders. Ein
weiteres wichtiges Element sind die aparten Frauenstimmen, die diesem
Album einen unverkennbaren Charme einbringen. In der Hauptsache sind dies
Eva Wolf und Alquimia, wobei Letztere keine Unbekannte in diesem Genre
sein dürfte. Manche Songs besitzen einen sehr relaxten Charakter. Der
Songaufbau ist entsprechend manchmal sehr behutsam, so dass man auch mal
auf eine Spielzeit von über 18 Minuten kommt ('Utopia'). Dafür wird aber
eben in besagtem Utopia auch recht viel Abwechslung geboten, unter anderem
durch den Einsatz von Cello oder Didgeridoo.
Ein sehr schönes Album, das uns die Thorstens uns hier anbieten! Respekt!
Jürgen Meurer, 2008
Musikzirkus-Magazin (D)
Das Elektronikprojekt Art Of Infinity
um die beiden Hauptprotagonisten Thorsten Sudler-Mainz und Thorsten
Rentsch liefert im September 2008 mit der CD „Endless Future“ sein
mittlerweile drittes Album ab. Zwischen dem letzten Werk „Dimension
Universe“ und dem neuen Album haben sie sich viel Zeit gelassen, liegen
doch bereits fünf Jahre zwischen den Veröffentlichungen. Hatten sie auf
den vorangegangenen Alben schon einige Gastmusiker an Bord, so entwickelt
sich der neueste Output der beiden Elektroniker zu einer Art Bandprojekt,
was sich vor allem durch die große Anzahl der gesungenen Stücke und den
zwölf Gastmusikern sowie einem Männerchor auswirkt. Mit
„Endless Future“ heben Sudler-Mainz und Rentsch ihr Elektronikprojekt
auf eine neue Ebene, mit der sie die Grenzen zwischen reiner
Elektronikmusik, Worldmusik, Klassik, Pop und Rock noch stärker
vermischen.
Auf den insgesamt acht Stücken, deren Laufzeiten zwischen 2:13 und 18:46
Minuten Länge liegen, stechen vor allem die beiden Sängerinnen Alquimia
- sie stammt aus Mexiko und hat ihren Wohnsitz in London und ist schon
durch einige Produktionen im Elektronikbereich bekannt – und Eva Wolf
hervor. Aber auch Thorsten Sudler-Mainz übernimmt einige
Gesangsstrukturen. Außerdem konnten sie mit dem MGV Liederkranz Cleeberg
einen Männerchor verpflichten, dessen Gesangseinlagen der Produktion mehr
Volumen verleiht, was sehr gut zu den Songs passt (so zum Beispiel bei
„The Flow Of Time“).
Gestartet wird mit dem etwas über zweiminütigen Opener „The Fourth
Dimension“ der sehr orchestral beginnt und durch den Gesang von Eva Wolf
eine Stimmung verbreitet, die zwischen Nightwish (hier ist aber nur der
Gesang gemeint), Worldmusik und Prog, mit floydigem Piano sowie
eingestreuten E-Gitarren-Riffs, pendelt. Nach dieser Overtuere geht es mit
dem Titelstück weiter, das von Alquimia’s Stimme getragen wird. Der
loungeartige Track klingt sehr nach Songs von Alquimia’s Soloalben,
nicht nur wegen ihrer Stimme.
„The Flow Of Time“ hat etwas von Produktionen á la Deep Forrest,
verbindet diese aber mit sehr rock- und popartigen Elementen. Der Song,
der von Eva Wolf gesungen wird, geht sehr gut ins Ohr. Auch hier sind die
Keyboards an einigen Stellen recht Floyd-ähnlich. Kernstück des Albums
ist das fast 19minütige „Utopia“, das zunächst sehr floydig und
durch Streicher sowie geflüstertem Gesang sehr mysteriös beginnt.
Gastkeyboarder Matthias Krauss sorgt für diese sehr an Pink Floyd
erinnernden Klangtupfer. In diesem Stück wechseln sich melodiöse
Passagen mit reiner Stimmung erzeugenden Parts ab. Der Track ist sehr
kompakt und wie eine Geschichte mit Geräuschsamples ausgestattet. Ein
Track dem man sich in Ruhe hingeben muss.
„Tube Into Eternity“ ein fast Instrumental (Thorsten Rentsch spricht
hier einige Textpassagen) verbreitet eine etwas futuristische Stimmung, so
als würde man sich in einer hoch technisierten Stadt in der Zukunft
befinden. Kombiniert wird das Ganze mit Ambienttunes, die mich an
Schiller’s „Einlassmusik“ erinnern. Dieser gut vierminütige Track
ist eine Bridge zum nächsten Titel „Warm Waterfalls“, bei dem
Alquimia das Mikro wieder in die Hand nimmt. Der Song startet mit
herrlichen Akustikgitarren, ähnlich denen, die wir von Robert Schröder’s
Projekt Food For Fantasy her kennen. Warme Synthieflächen begleiten die
Akustikgitarre auf ihrem Weg durch den Äther, dann setzt Alquimia ihren
engelsgleichen Gesang auf dieses Soundbett, was für Gänsehaut sorgt.
Eine sehr schöne Downtemponummer. Es
folgt mit „Age Of Changes“ das einzige Instrumental des Albums. Dieses
sanft dahinschwebende Ambientstück bietet sowohl Flächen wie auch sanfte
Melodielinien. Das fast zwölfminütige „The Wide End“, gesungen von
Alquimia, beendet dann das Album. Zunächst beginnt das Stück recht
sakral mit minimalistischen Piano- und Synthieparts. Es klingt, als hätte
man Alquimia’s Gesangsspuren in einer Kirche aufgenommen. Im weiteren
Verlauf wird Alquimia’s Gesangspart dann arienhaft, so wie man es auch
schon von diversen Klaus Schulze-Produktionen kennt. Wenn dann Björn
Vogelsang (Suriya) bei diesem Stück als Gastmusiker das Sopran-Saxophon
ins Spiel bringt, fließt eine Spur Jazz mit in diesen Track, der für Art
Of Infinity recht ungewöhnlich ist. Art
Of Infinity haben sich von einem reinen Elektronikprojekt
weiterentwickelt. Ihr neuer Stil hat zwar viele Schnittpunkte zu den
bisherigen Veröffentlichungen, fügt darüber hinaus aber eine Reihe von
neuen Elementen in die Musik ein. „Endless Future“ ist ein sehr gutes
Album, das die unterschiedlichen musikalischen Vorlieben bedient. Das
Label nennt diese Musik Ambient Progressive, eine gute Bezeichnung, wie
ich finde, werden doch Elemente aus beiden Stilrichtungen hervorragend
miteinander kombiniert.