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Electroambient Space (USA)
Ralf Wadephul was a member of Tangerine Dream in 1988 on the album Optical
Race and on their tour of that same year. Comparisons from that album to
this one, despite the 20-year time lag, are unavoidable. Your appreciation
for When Aliens Meet a Drop of Water will depend almost entirely on your
opinion of Optical Race. If you like it, you should buy without
hesitation. Being a fan of old school TD, I have always been rather
ambivalent about this EM style. I found some songs on Optical Race
excellent, such as “Mothers of Rain” and “Turning Off the Wheel,”
but I found others completely disposable and forgettable. The bright
harpsichord-like patch, so prevalent from this TD era, appears early and
often on Wadephul’s album. Guitars add just the right sizzle on
“Cosmic Cruiser,” jump starting the album rather well. Make no
mistake, this is a synthesizer album, but the focus is on melodic tunes
rather than improvisation or experimentation. The resemblance to TD on
tracks like “1st Sunlight” is truly uncanny, and shows how much
influence Wadephul must have had during his brief stint with the band. The
interplay between the guitar and synths really shines here. Saxophone adds
a mellow feel to “Endless Blue,” and again the TD reference is
unmistakable. Tracks alternate between rocking and mellow throughout. When
I’m in the mood for something upbeat and light that goes down easy, this
album will fill the bill quite nicely.
Phil Derby, 2008
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Musikzirkus-Magazin (D)
W.A.dePHUL ist der Projektname des Keyboarders und Diplom-Tonmeisters Ralf
Wadephul. Wem der Name bekannt vorkommt, der liegt richtig, denn Ralf war
kurze Zeit bei Tangerine Dream unter Vertrag. Er war bei der 88’er
Produktion von „Optical Race“ beteiligt und ging mit Edgar Froese und
Paul Haslinger anschließend auf Tour. Allerdings endete nach der Tour die
Zusammenarbeit und es war seither nichts von ihm zu hören (Ausnahme: die
2006 erschienene Tangerine Dream CD „Blue Dawn“ mit Material aus
1988). Mit „When Aliens Meet A Drop Of Water“, das im Frühjahr 2008
bei Manikin Records erschienen ist, gibt er in der Elektronikszene seitdem
erstmals wieder ein Lebenszeichen von sich.
Das Material auf „When Aliens Meet A Drop Of Water“ entstand in der
Zeit von 1988 bis 2007. Einiges davon hat Ralf während der
Nordamerikatournee mit Tangerine Dream komponiert. Von den Stücken, die
auf dem Album zu hören sind, sind einige bereits auf der Tangerine Dream
CD „Blue Dawn“ erschienen, allerdings unter anderem Namen. Die Stücke
auf „When Aliens Meet A Drop Of Water“ wurden von Ralf ständig verändert
und sind nicht komplett identisch mit denen der Tangerine Dream-Veröffentlichung.
Auch wurden sie neu eingespielt. Während bei „Blue Dawn“ Edgar Froese
an der E-Gitarre zu hören ist, wurden diese Parts auf Ralf’s Album von
befreundeten Musikern übernommen.
Dadurch, dass Ralf während seiner Zugehörigkeit zu Tangerine Dream natürlich
durch sie stark beeinflusst wurde, klingt das Album wie ein TD-Werk. Und
trotzdem finden sich genügend Stellen, in denen Ralf eigenständig ans
Werk geht. Aufgebaut hat Ralf sein Album wie ein Konzept. Dementsprechend
werden die einzelnen Stücke durch den Opener „To Earth? Why Not!“ und
den Abschlusstitel „Going Home“ eingerahmt, bei denen einige Akkorde
gleich sind. Sie waren ursprünglich Bestandteil der in 1988 live
gespielten Version von „Neptun’s Cave“, welches sich in einer
Studioversion auch auf dem Album befindet. Offizielle Liveaufnahmen von
diesem Stück gibt es aber leider nicht.
Kommen wir zunächst zu den gemeinsamen Stücken. Ralf’s „1st
Sunlight“ heißt auf TD’s „Blue Dawn“, „Riding The Wind”.
Beide Stücke haben die gleiche Grundmelodie, sind aber vom Sound – vor
allem was das Schlagzeug angeht - und den Effekten anders aufgebaut. Man könnte
beide als unterschiedliche Remixe ansehen. Die Gitarre in Ralf’s Version
kommt für meinen Geschmack nicht ganz so aufdringlich rüber wie bei TD.
Gleiches gilt für das Stück „Endless Blue“ von Ralf, das entgegen
der TD-Version „Eagle’s Crest“ mit Wellenrauschen beginnt und durch
den Einsatz des Saxophons, das die Hauptmelodie bei Ralf’s Version übernimmt,
noch peppiger klingt. Irgendwie bekommt es dadurch einen rockigeren Touch,
was mir persönlich gut gefällt. Die erste Hälfte von TD’s „Blue
Dawn“ entspricht dann auch Ralf’s Stück „Suffering Sharks“, diese
beiden Stücke sind bis auf die im Mittelteil auftretende Gitarre nahezu
identisch.
Das nächste Stück, das auf den gleichen Basics beruht, ist Ralfs
„Paradise Island“, das bei ihm mit einigen Vogel- und Wassergeräuschen
stimmungsvoll beginnt, während bei TD der Track „Cardamom Route“ ohne
Umschweife startet. Hier finde ich, dass Ralfs Version mehr Dynamik
besitzt. Das letzte Stück, das auf denselben Kompositionen beruht, ist
„Dancing With The Clouds“, das bei TD den Titel „Native
Companions“ trägt. Durch den Einsatz der E-Gitarre entwickelt das Stück
dieses Mal bei TD mehr Druck als bei Ralf. Beide Versionen unterscheiden
sich durch eine andere Abmischung und teilweise andere Sounds.
Aber auch die restlichen Stücke dürfen nicht vernachlässigt werden.
Zwar atmen auch sie den Spirit von Tangerine Dream, haben aber wie zum
Beispiel „Into The Thunder“ (dies ist das jüngste Stück aus Ralf’s
Feder) einen Drive, der zwar auch an TD erinnert, aber auch rockige und
poppige Anleihen besitzt, und mich sofort mitreißt. Das Stück ist ein
echtes Highlight des Albums, mit Ohrwurmcharakter. „Neptun’s Cave“
ist ein sehr schöner Longtrack, der es auf über zehn Minuten bringt.
Hier sind abwechslungsreiche Passagen sowie eine unter die Haut gehende
Melodie zu finden.
„Praying For Rain“ ist ein sehr Rhythmusbetonter Track, der u. a. von
den Perkussion und den Rhythmussequenzen getragen wird. Damit sticht er
aus dem Album hervor. Sehr schön hat Ralf die einzelnen Rhythmuselemente
miteinander verbunden. Darüber legt er dann die typischen TD-Synthies.
Der prasselnde Regen könnte auch gut als Applaus durchgehen, den hat er
sich auf jeden Fall verdient. „Melancholy Of Nature“ verbindet eine
sehr schöne Melodie mit einem getragenen Rhythmus und in „Sunset
Raga“ kommen durch Sitarähnliche Klänge fernöstliche Stimmungen auf.
Das bombastische „Going Home“ beschließt dann diese wirklich
gelungene Veröffentlichung.
Meines Erachtens ist der Kauf der CD auch für diejenigen interessant, die
“Blue Dawn” ihr Eigen nennen. Zwar bewegt sich „When Aliens Meet A
Drop Of Water“ im gleichen Fahrwasser und bei fünf Stücken sind die Ähnlichkeiten
wirklich groß, die CD bietet aber trotzdem noch genug Neues. Es ist nur
zu hoffen, dass Ralf nicht wieder 20 Jahre bis zu seiner nächsten Veröffentlichung
ins Land gehen lässt. Für TD-Freunde der „Optical Race“-Phase sehr
zu empfehlen.
Stephan Schelle, Juni 2008
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