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Progessive Newsletter (D)
Nachdem zuletzt das Album „Music In My Mind“ des polnischen Musikers
Maciej Wierzchowski aka Vanderson besprochen wurde, geht es heute um sein
brandneues Werk „Earth Moving“. Und der direkte Vergleich der beiden
Alben zeigt, dass Vanderson durchaus unterschiedliche Kompositionsformen
anzubieten hat. War beim letzten Mal noch von kurzen melodiösen Titeln
die Rede, so ist das Konzept auf dem aktuellen Opus deutlich anders
ausgefallen. Lediglich zwei Titel mit Spielzeiten deutlich jenseits der
20-Minuten Marke sind zu hören. Diesmal also großzügig angelegte
Kompositionen – lang, aber nicht langatmig. Denn Vanderson wechselt
geschickt zwischen langsam aufgebauten atmosphärischen Parts, melodieführenden
Synthesizersoli, Soundscapes und rhythmischen Passagen. Erstaunt war ich
darüber, dass am Ende des ersten Titels Beifall zu hören war. Und in der
Tat, beide Titel wurden live eingespielt. Aber nun ja, den Begriff
„Live“ muss man bei Elektronik-Alben sicherlich relativieren. Trotzdem
alle Achtung, was er hier als Soloartist hinlegt, das ist durchaus
beeindruckend. Sehr schönes Album, das diesmal weniger Vangelis- als viel
mehr Schulze und TD-inspiriert erscheint.
Jürgen Meurer, 2009
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