T
M A
- Sequentrips
(P)+(C) 2010 | SynGate CD-R
TA02
Tangrams music blog (S)
‘TMA’ , better known as ‘Torsten M Abel’ has released his second
output to date, and we’re in for a real EM treat here. ‘Sequentrips’
is bound to take you on a sequencer-trip!. What you will hear on this CD
is marvelous sequencing from the very first track to the last, I can
guarantee you that. Here, Torsten is showcasing his more melodic side when
it comes down to composing with sequencers. The tracks are really
well-structured and are emotionally driven, and very moving at the same
time. It reminds me, at times, of Tangerine Dream’s mid 80′s
sound, especially the tracks ‘Circular Movement’, Garden of B, and
Beautiful Movements (‘Beautiful Movements’ being my favourite), which
are also the stand-out tracks on the CD. They are all beautifully crafted
and inspires the listener with it’s very melodic, and sometimes even
haunting atmosphere. Tracks such as ‘Audible Forces’ and the lyrical
‘Andhere Jangala’ are indeed top stuff aswell. Both tracks are
‘filled’ with subtle guitar playing, lush and serene sequencing,
and some ethereal voices/singing, which in return creates a beautiful
melody, very much in the style of ‘Cadenced Haven’. Another great
piece is ‘Tangling In The Modules’. How I love this one!. This track
is filled with melody and ambience, but it also has a very nice
progressive EM feel to i. If you liked TMA’s earlier album ‘Escape’
then this is for you!. Torsten’s trademark sound is present here but
with a twist. It can tell this album has taken some time to record/finish.
So, to whom will this album appeal to? Well, fellow TD fans/followers will
surely love what this album has to offer. But if you’re new to TD
and/or TMA, sit down and relax with a cup of tea, listen through the album
a couple of times and let it grow on you, because soundscapes of this
calibre doesn’t get much better. This is melody & structure the way
I like it!.
Kristian Persson, 2010
MusikZirkus Magazin (D)
Mit der CDR „Escape“ veröffentlichte Torsten M. Abel im letzten Jahr
bei SynGate sein erstes Album. Die Musik darauf entstand bereits in der
Mitte der 90’er Jahre. Torsten, der auch zum Ambient Circle-Projekt gehört,
das in 2009 den Newcomer-Preis bei der Schallwelle-Verleihung bekam,
erhielt auf „Escape“ soviel positive Resonanz, das er beflügelt davon
neue Musik komponiert und aufgenommen hat, die er auf der im Frühjahr
2010 erscheinenden CDR „Sequentrips“ herausbringt. Nach den Stücken
aus den 90’ern, die auf „Escape“ zu hören waren, kann sich der
Elektronikfreund und Hörer nun von Torsten’s aktuellem Musikstil überzeugen.
Die Anzahl der Stücke ist zum Debüt zurückgegangen, dafür hat Torsten
einige der Tracks mehr ausgearbeitet und knackt gleich bei drei Stücken
die Zehn-Minuten-Marke. Darüber hinaus hat er sich bei zwei Stücken
(„Andhere Jangala“ und „Audible Forces“) mit Martin Rohleder noch
einen Gitarristen an Bord geholt.
Los geht es mit „Circular Movements“. Gleichmäßige Synthieklänge,
die wie eine Art elektronisches Glockengeläut klingen, eröffnen dieses
Stück. Dann schält sich eine Melodie heraus und lässt die Gedanken fließen.
Torsten fügt weitere Klangfarben und -muster hinzu und lässt dem Stück
Zeit sich zu entwickeln. Das ist melodische Elektronikmusik, die ich mir
gerne zu Gemüte führe. „Garden Of B“ nennt sich der zweite Trip, auf
den uns Torsten mitnimmt. Zu Beginn hab ich das Gefühl in einem Tierhaus
eines Zoologischen Gartens zu sein, der aber mit elektronischen Mitteln
verfremdet wurde. Spacige, schwebende Synthieflächen finden sich ein, auf
denen Xylophon artige Sounds perlend ihre Klänge ausbreiten. Das wirkt
auf mich äußerst wohltuend und entspannend. Diese Stimmung hält fast fünf
Minuten an, wird dann aber erst sanft aus dem Hintergrund, dann immer
druckvoller in den Vordergrund treibend durch Sequenzerrhythmen (erinnern
etwas an Mythos) ergänzt. Nun kommt noch Schlagzeug hinzu und aus dem
sanft dahinschwebenden Stück wird fast ein rockig anmutender Track, der
wieder Klangfarben besitzt, die mich an John Dyson erinnern. Könnte so
ein Duett zwischen Dyson und Mythos aussehen?
Als nächstes steht das zunächst erhabene, sanfte „Beautiful Moments“
auf dem Programm, das nach etwa drei Minuten seine kraftvolle melodische
Form erhält. In „Andhere Jangala“ hört es sich so an, als würde TMA
in einem Vogelhaus ein Konzert geben. Torsten an den Keyboards und Martin
Rohleder an der Gitarre sorgen für eine zunächst sehr entspannte Atmosphäre.
Die Gitarrenarbeit von Martin erinnert hier ein wenig an Klaus
Hoffmann-Hoock. Eine weibliche, indische Gesangsstimme (Name der Sängerin
ist im Booklet leider nicht genannt) sorgt darüber hinaus für einen
ethnischen Touch, so wie es sonst auch bei Mind Over Matter der Fall ist.
Dieser Vergleich wird durch die später einsetzenden Perkussions noch
unterstützt.
„Iceland Slither“, klingt vom Titel her unterkühlter, als er sich
dann darstellt. Zwar kann ich mir dabei auch eine Eislandschaft
vorstellen, aber durch die Synthiesounds und dem programmierten Schlagzeug
wirkt das wie ein Stück von Ron Boots und Friends. „Tangling In The
Modules“ wurde live beim Happy Knobbing – Modular Synthesizer Meeting
2009 in Fischbach mitgeschnitten. Hier lässt Torsten die Synthiesounds
aus den Boxen flirren und fliegen. Traumhafte Harmoniebögen kommen dabei
zu Tage.
Im folgenden „Audible Forces“ greift erneut Martin Rohleder in die
Saiten seiner Gitarre. Nachdem Torsten gut zwei Minuten diesen Track mit
Synthiewolken einleitet, kommen programmiertes Schlagzeug und eine Melodie
hinzu, die zunächst nur im Hintergrund, dann aber deutlicher durch
Martin’s Gitarre ergänzt werden. Hier geht Martin wesentlich rockiger
zu Werke, als bei „Andhere Jangala“. Das ist schon mal ein guter
Ansatz, könnte für meinen Geschmack (Gitarrenmäßig) aber noch eine
Spur dominanter ausfallen. In diesem Stück agiert TMA wie eine Band. Mit
„Deja Vu“, einem recht melancholischen, vom Piano getragenen Stück
endet dann das Album.
Den guten Eindruck, den TMA aka Torsten M. Abel auf „Escape“ hinterließ,
bestätigt er auf „Sequentrips“ auf’s eindrucksvollste. Diese zweite
Scheibe von Torsten ist wirklich gelungen, hält sie doch eine Menge an
melodischen Elektronikstücken mit unterschiedlichen Stimmungsbildern vor.
Empfehlenswert.