Realtime -
Lights Of The Universe
(2006/2007, SynGate CD-R 2115)
The music of REALTIME moves
yourself into a state of trance and relaxation just as on the new and second
album "Lights Of The Universe" of this exceptional Cologne
electronic project. Thomas Bock, producer and mastermind of
REALTIME works with pleasure by using sequences. His musical concepts prove
a unique sound which carries us outer space.
This own style fascinated guest singer Thorsten Sudler-Mainz of Deep Imagination
who has helped on the new REALTIME album. Thus a probably measured symbiosis
from electronic music and vocals and voices has originated with the pieces
"Stardancer" and "There's Nothing Like The Sun". Beside the independence of REALTIME influence and elements of the classical
electronic music comes with the miraculous opener "Sunlight
Reflections" unfailable to hear. In the 14-minute title track
"Lights Of The Universe" modern ambient sounds with traditional
endless loops … and then there is only this light the music.
Lothar Lubitz, SynGate, June 2007
Progessive Newsletter (D)
Realtime ist ein Duo, bestehend aus den beiden Keyboardern Thomas Bock und
Norbert Hensellek. „Lights of the universe“ wurde 2006 produziert und
ist das zweite Album des Duos. Auch wenn die Titel meist nicht
übermäßig lang sind, so geben die beiden Musiker den Kompositionen
genügend Zeit, sich in Ruhe zu entfalten.
Der knapp 10-minütige Opener „Sunlight reflections“ bietet
sphärische Klänge mit symphonischen Untertönen, der Sound ist sehr
warm, der Song entwickelt eine sehr angenehme Stimmung. Ihre Musik
erinnert mich bisweilen an das Axess Album "Voices Of Dawn". Und
auch hier gibt es ein paar Sprech- bzw. Sprechgesangpassagen, dargeboten
von Art of Infinity- und Deep Imagination-Mastermind Thorsten
Sudler-Mainz. Doch das reißt mich nicht vom Hocker, wesentlich besser
gefallen mir die rein instrumentalen Tracks, die zum Glück in der
Überzahl sind. Nettes Album, das zwar keine unverkennbaren Merkmale
bietet, die Realtime eindeutig identifizieren könnten, das aber insgesamt
eine wohlige Atmosphäre versprüht
Jürgen Meurer, 2009
Now I' m on the way to that place
- So I' m flying to the sun - There's nothing like the sun
Used by courtesy of ESA and Justyn R. Maund (University of Cambridge)
MusikZirkus-Magazin
(D)
Realtime nennt sich das deutsche Elektronikduo bestehend aus Thomas Bock und
Norbert Hensellek. Mit „Lights Of The Universe“ präsentieren die beiden
nach dem 2005’er Album „Journey Into Space“ ihren zweiten Output als
CD-R. Als Gastmusiker fungiert der durch seine Projekte Art Of Infinity und
Deep Imagination bekannte Thorsten Sudler-Mainz. Allerdings drückt er bei
dieser Produktion keine Tasten und programmiert auch keine Sequenzer,
vielmehr stellt er seine Stimme zur Verfügung, was für Elektronikprodukte
dieser Stilrichtung eher ungewöhnlich ist.
Der Albumtitel lässt schon vermuten dass die sieben Tracks mit Spielzeiten
zwischen 4:32 und 14:15 Minuten sehr spacelastig und mit reichlich Flächen
ausgestattet sind. „Sunlight Reflections“ beginnt auch sehr spacig, was
durch Grundflächen erzeugt wird, auf denen Harmonien und eine
Rhythmussequenz gelegt sind. Der Track stellt für mich eine Mischung aus
„Berliner Schule“ und dem niederländischen Elektronikstil á la Ron
Boots dar.
„Stardancer“, das zweite Stück des Albums erinnert nicht nur vom Namen
an den Track von Klaus Schulze, der sich auf seinem 77’er Soundtrack-Album
„Body Love“ befand, er enthält auch ähnliche Sounds. Hier tritt zum
ersten Mal Thorsten auf den Plan, der mit seiner Art Sprechgesang das Stück
allerdings in eine andere Richtung trägt. Die schöne Melodielinie und die
teils dahinfliegenden Synthies lassen den Hörer auf einen Trip durchs
Universum gehen.
Es folgt „Tranceflight“ das einen im Schwebezustand hält und Sounds und
Midtempo-Sequenzen aufweist, wie man sie auch von Mind~Flux her kennt. Sehr
schöner Trance-Titel, der in einer fast zarten Art seine Bahnen durchs All
zieht.
„Rotations“ stellt eine Mischung aus Klaus Schulze und Vangelis Ende der
80’er dar. Ein langsam dahintrabender Track, in den man sich fallen lassen
kann. Dann folgt „There’s Nothing Like The Sun“ bei dem Thorsten
wieder singt. Dieses Mal aber weniger als Sprechgesang, sondern mehr in
einer gehauchten Art. Man muss sich zunächst daran gewöhnen, doch nach
einigen Minuten passt sich der Gesang ganz gut an die Stimmung an. Nach
diesem doch recht verhaltenen Stück kommt nun der „Spacerider“. Und man
hat durch den Rhythmus tatsächlich den Eindruck eines Ritts. Zwischendurch
erklingen einige Perkussion, die so angelegt sind, als handele es sich um
Pistolenschüsse. Das ist ganz nett gemacht, reist mich aber nicht so vom
Hocker, denn auf die Dauer ist mir dieser Rhythmus dann doch etwas zu
monoton.
Mit dem mehr als 14minütigen Titelstück geht dann die Reise durch das
Universum zu Ende. Dieses Stück hat wieder einige Elemente die z. B. an die
Musik von Ron Boots oder auch Tangerine Dream erinnern. Durch
unterschiedliche Sounds und einige Melodiewechsel halten die beiden dieses
Stück über die volle Länge interessant. An einigen Stellen sind sogar
kleinere Passagen auszumachen, die mich an Manfred Mann’s Earthband zur
„Solar Fire“-Zeit erinnern. Gewürzt wird das ganze durch eine ziemlich
technische und futuristisch klingende Stimme, die im Mittelteil von Thorsten
gesprochen wird.
„Lights Of The Universe“ ist für Elektronikfreunde gemacht, die es
spacig mögen. Man kann bei der Musik gut einen geistigen Trip durchs
Universum machen. Musik zum abheben.